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Pressemitteilungen 2018

Zum Europäischen Adipositas-Tag: Übergewicht steht oft in Verbindung mit psychischen Erkrankungen

Zum Europäischen Adipositas-Tag am 19. Mai 2018 erklärt Prof. Dr. Martin Teufel, Direktor der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie des LVR-Klinikum Essen die Hintergründe der Erkrankung und die Behandlungsmöglichkeiten.

Übergewichtige Menschen sind oft konfrontiert mit Vorurteilen wie Willensschwäche und Faulheit. Dass Essstörungen wie die Binge-Eating-Störung hinter der Adipositas stecken können, wird häufig übersehen.

Therapieansätze sind Ernährungs-, Bewegungs- und Verhaltenstherapie. Letztere ist besonders wichtig, da bis zu 50 Prozent der schwer adipösen Menschen auch an einer Depression leiden. Dies liegt nicht zuletzt an Einschränkungen im Alltag, sozialer Ausgrenzung, Stigmatisierung und Diskriminierung.

Für Menschen mit Adipositas und begleitenden psychischen Beschwerden (Essstörung, Depression, Angststörungen) bietet die Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie am LVR-Klinikum Essen spezifische Angebote. Bei schwerer Symptomatik erfolgt eine Behandlung tagesklinisch oder stationär.

WHO: Übergewicht ist eines der gravierendsten Probleme des 21. Jahrhunderts

Weltweit sind über zwei Milliarden Menschen übergewichtig, mehr als 700 Millionen dieser Menschen erfüllen dabei sogar das Gewichtskriterium zur Diagnose einer pathologischen Fettleibigkeit, der Adipositas. Die Weltgesundheitsorganisation hat Übergewicht zu einem „der gravierendsten Probleme des 21. Jahrhunderts“ erklärt. In Deutschland sind rund 67 Prozent der Männer und 53 Prozent der Frauen übergewichtig.

Unter einer Adipositas leiden insgesamt rund 24 Prozent der Frauen und 23,3 Prozent der Männer - Tendenz steigend. Die Entwicklung zeigt in den vergangenen 20 Jahren bei Männern eine Zunahme der Adipositas um circa 39 Prozent, bei Frauen um 44 Prozent. Zudem werden die Übergewichtigen immer dicker. Besorgniserregend ist vor allem die starke Zunahme von Übergewicht bei Kindern und Jugendlichen, denn aus adipösen Kindern werden oft adipöse Erwachsene.

Ein Viertel der Kinder und Jugendlichen in Deutschland ist zu dick. Über ein Drittel bleibt es im Erwachsenenalter. Die Entwicklung ist dramatisch, denn Übergewicht gilt als wichtiger Risikofaktor für die großen Zivilisationskrankheiten wie Bluthochdruck, Diabetes und verschiedene Krebserkrankungen. Übergewicht wird als direkte Ursache von rund sieben Prozent der weltweiten Todesfälle gesehen.

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„Substitutionsbehandlung immer in Verbindung mit diagnostischer und therapeutischer Behandlung“

Zum Weltdrogen-Tag am 26. Juni unterstreicht der Chefarzt der Klinik für Abhängiges Verhalten und Suchtmedizin des LVR-Klinikum Essen, Prof. Dr. Norbert Scherbaum, die Bedeutung einer begleitenden Therapie bei der Substitutionsbehandlung Opiatabhängiger.

Essen. Seit fast 30 Jahren ist die Drogenabhängigkeit, besonders die Opiatabhängigkeit, ein Schwerpunkt der klinischen und wissenschaftlichen Arbeit in der Klinik für Abhängiges Verhalten und Suchtmedizin des LVR-Klinikum Essen. Das NRW-Erprobungsvorhaben zur Substitutionsbehandlung Opiatabhängiger, das von der Essener Arbeitsgruppe geleitet wurde, trug wesentlich dazu bei, die Substitutionsbehandlung als eine Regelleistung zu Lasten der gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland einzuführen.

Notwendige Anpassung der Richtlinien

Der Direktor der Klinik, Prof. Dr. Norbert Scherbaum, hat als Mitglied der Arbeitsgruppe Sucht und Drogen der Bundesärztekammer wesentlich an den im vergangenen Jahr erschienenen Richtlinien der Bundesärztekammer zur Substitutionsbehandlung mitgearbeitet. „Eine Überarbeitung der Richtlinien war besonders zur Anpassung der Richtlinien an den aktuellen Stand des Wissens notwendig geworden“, erklärt Scherbaum. Für den Psychiater Scherbaum ist insbesondere von Bedeutung, das Opiatabhängige in hohem Ausmaß auch von weiteren psychischen Erkrankungen, z.B. Depression, betroffen sind. „Eine Substitutionsbehandlung soll daher nicht nur in der Ausgabe des Substitutes und in einer psychosozialen Betreuung bestehen, sondern diagnostisch und therapeutisch die begleitenden psychischen Störungen berücksichtigen“, empfiehlt der renommierte Suchtmediziner.

Erschreckende Entwicklung in den USA

Am Weltdrogentag werden auch internationale Entwicklungen in den Blick genommen. Erschreckend ist hierbei die Entwicklung in den USA mit einem dramatischen Anstieg der Zahl der Opiatabhängigen und der Drogentoten mit mehreren 10.000 Toten im Jahr. Diese „Heroin-Epidemie“ hat sich im Gefolge einer allzu großzügigen Verschreibung von opiathaltigen Schmerzmitteln in den USA entwickelt. „Als dort die Vorschriften zur Verschreibung solcher Schmerzmittel verschärft wurden, stieg ein Teil der Betroffenen auf Heroin bzw. auf im Labor (synthetisch) hergestellte Opiate wie Fentanyl und Verwandte um“, erklärt Prof. Scherbaum die Ursachen der Entwicklung.

Fehlentwicklungen in Deutschland beachten und verhindern

Präsident Trump hat daher im Oktober 2017 in dieser Sache den nationalen Notstand ausgerufen. Eine Arbeitsgruppe, der auch Prof. Scherbaum angehörte, hat bei der Auswertung von Daten der gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland feststellen können, dass das Ausmaß der langfristigen und hochdosierten Verschreibung von opiathaltigen Schmerzmitteln hierzulande auf einem niedrigeren Niveau ist als in den USA. Nichts desto weniger gilt es, auch bei uns auf mögliche Fehlentwicklungen in diesem Bereich zu achten.

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Focus-Ärzteliste: Vier Mediziner des LVR-Klinikum Essen sind erneut unter den Top-Medizinern Deutschlands

Das Magazin Focus hat vier national und international renommierte Spezialisten des LVR-Klinikums Essen in die Focus-Liste der Spitzenmediziner Deutschlands aufgenommen. Damit gehören der Suchtmediziner Prof. Dr. Norbert Scherbaum, der Chefarzt der Klinik Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters, Prof. Dr. Johannes Hebebrand, Prof. Dr. Martin Teufel, Direktor der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie sowie PD Dr. Sefik Tagay seit mehreren Jahren zum Kreis der von dem Magazin ausgezeichneten Top-Mediziner.

Essen. Die vier Mediziner wurden von der Redaktion des Focus mittels einer unabhängigen Datenerhebung durch Umfragen medizinischer Fachgesellschaften und Empfehlungen von Patientenverbänden, Selbsthilfegruppen, Klinikleitungen, Chefärzt*innen und niedergelassenen Mediziner*innen sowie einer Erhebung wissenschaftlicher Publikationen in die renommierte Ärzteliste des Focus aufgenommen.

Der Ärztliche Direktor des LVR-Klinikums Essen sowie Chefarzt der Kliniken für Abhängiges Verhalten und Suchtmedizin sowie der Psychiatrie und Psychotherapie, Prof. Dr. Norbert Scherbaum, erhielt die Auszeichnung wiederholt als Spezialist für Suchterkrankungen.
Prof. Dr. Johannes Hebebrand gilt als einer der besten Experten von Kindern- und Jugendlichen mit Essstörungen.
Prof. Dr. Martin Teufel und sein Kollege, PD Dr. Sefik Tagay, sind als Spezialisten für die Behandlung von Menschen mit Essstörungen und Adipositas im Erwachsenenalter ausgezeichnet worden.

Freude über Anerkennung ihrer Arbeit
Die vier „Top-Ärzte“ freuen sich über die Anerkennung ihrer Arbeit. Auch die Kaufmännische Direktorin und Vorstandsvorsitzende des LVR-Klinikums Essen, Jane E. Splett, freut sich über die wiederholte Auszeichnung. „Eine solche Auszeichnung hilft den Patient*innen, sich bei der Suche nach einem Spezialisten zu orientieren. Zudem bekommen nicht nur unsere Mediziner die Beachtung, die sie für Ihre wichtige Arbeit verdienen. Vielmehr hilft uns diese Auszeichnung bei unserem Ziel, Vorurteile gegenüber psychischen Erkrankungen und den Menschen, die darunter leiden, abzubauen“, sagt Klinikdirektorin Jane E. Splett.
Die Forschung der vier Mediziner, von denen drei Lehrstuhlinhaber an der Universität Duisburg-Essen sind, wird von dem Universitätsklinikum Essen bzw. der Universität großzügig unterstützt.

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Führungskräfte stärken beim Umgang mit Depressionen am Arbeitsplatz

Beim 4. Runden Tisch von und für zertifizierte Unternehmen des Essener Bündnis für Familie standen am Donnerstag Depression und Burn-out im Mittelpunkt der Veranstaltung in der LVR-Klinik. Personalverantwortliche und Geschäftsführer der Bündnisunternehmen tauschten sich über Erfahrungen im Umgang mit psychischen Erkrankungen aus und informierten sich anhand aktueller Impulsvorträge über deren Entstehung und die Auswirkungen ebenso wie über die Anforderungen an eine Wiedereingliederung der Betroffenen und die mögliche Prävention.

Claudia Hoose, Bündniskoordinatorin, überbrachte eingangs Grußworte von Oberbürgermeister Thomas Kufen, Vorsitzender des Kuratoriums „Essener Bündnis für Familie“. Kufen unterstreicht die Bedeutung selbst tragender Netzwerkstrukturen, wie sie durch Bündnis-Gremien, Projekte und Netzwerkveranstaltungen zunehmend entwickelt werden. Zugleich lobte er die Agilität der familienfreundlichen Unternehmen und ihre Bereitschaft, sich den Herausforderungen zu stellen und sich ebenso zeitnah wie nachhaltig weiterzuentwickeln.

Hannawald, Hitzfeld, Enke, Mälzer: Promis schieben öffentlichen Debatte an

Eines der großen Probleme bei psychischen Erkrankungen ist nach wie vor die Scheu von Betroffen, sich die Krankheit einzugestehen. Ebenso sorgen auch die Probleme, die Angehörige wie Kollegen im Umgang mit ihr verspüren, nicht für eine Normalisierung – im Gegenteil. Da kann die öffentliche Auseinandersetzung durchaus dazu beitragen, dass Betroffene entstigmatisiert und ihre Wertschätzung nicht herabgesetzt wird.

4 Millionen Menschen in Deutschland betroffen

Jane E. Splett, Vorstandsvorsitzende des LVR-Klinikums und gleichzeitig Vorsitzende des Essener Bündnis gegen Depression, weiß, wovon sie spricht: „Genauso, wie Arbeit Spaß machen kann, kann sie auch krank machen. Gleichzeitig gibt es aber auch viele genetische Faktoren, die eine Rolle spielen. Und so gehören Depressionen zu den häufigsten Krankheiten weltweit. Sie kann jeden treffen, aber: Sie ist behandelbar!“ Tatsächlich sind allein in Deutschland 4. Millionen Menschen betroffen, etwa zwei Drittel davon sind in Behandlung. Jede 4. Frau und jeder 8. Mann erkranken in ihrem Leben daran.

Burn-out und Depression sind nicht dasselbe

Ganz individuelle Faktoren können ebenso wie die Faktoren am Arbeitsplatz zunächst zu einer Arbeitsüberforderung führen. Wenn Erschöpfungszustände dauerhaft anhalten und die Möglichkeit zur Regeneration nicht gegeben ist, kann es zunächst zum Burn-out kommen, einem Risiko-Zustand, der auch als Weg in die Depression bezeichnet werden kann. Mögliche Anzeichen sind leichte Reizbarkeit, Zynismus, Erschöpfung und Konzentrationsprobleme sowie eine allgemeine Leistungsminderung. Eine Depression kann dann die Folge dieses Zustands sein, wenn der Stress tatsächlich chronischen Charakter hat.

Wege aus der Krise: Prävention und Wiedereingliederung im Fokus

Eine Studie der bayerischen Wirtschaft ergab, dass nicht Arbeit an sich krank macht, sondern individuelle Risikofaktoren (darunter die genetische Disposition) und ungünstige Arbeitsbedingungen. So rückt Letzteres für Unternehmen als Stellschraube in den Fokus, wenn Familienorientierung, Betriebliches Gesundheits- und Diversity Management zur Chefsache und zum Kern einer wertschätzenden Führungskultur erklärt werden. Während Versicherer bereits von enormen Steigerungen bei vorzeitig Berenteten sprechen, können Unternehmen also selbst aktiv werden. „Die Wiedereingliederung beginnt bestenfalls direkt am ersten Tag der Arbeitsunfähigkeit“, weiß Splett zu berichten. Das Erkennen und Verstehen der Krankheit sei auch wichtig für das Verhalten der Führungskräfte, zugleich sollte die Zusammenarbeit mit Ärzten so eng sein, wie der Datenschutz es erlaubt. „Im Grunde gilt es, Vertrauen aufzubauen“.

Bestandsaufnahme und Ideenfindung durch die Gäste

Dagmar Klinge-Hagenauer, Geschäftsführerin der BUK Familienbewusstes Personalmanagement GmbH, die den Runden Tisch mitorganisiert, und Melanie Schulz, Leitung externe Mitarbeiterberatung bei der BUK, luden die Teilnehmer zum Austausch in zwei unterschiedliche Gruppen: Während die einen sich damit befassten, wie psychologische Erkrankungen verhindert werden könnten, tauschten sich die anderen zum Thema der Messbarkeit psychischer Belastungen aus. Funktionierende Teamarbeit, gerechte Arbeitsverteilung, Supervision sowie Klarheit hinsichtlich Befugnissen und Aufgaben bestimmten den Austausch in der einen Gruppe, während die andere über Möglichkeiten und Grenzen der Psychischen Gefährdungsbeurteilung (PGB) und des Betriebliches Eingliederungsmanagements (BEM) diskutierten. Ganz spontan kam es dabei auch zu zwischenbetrieblichen Kooperationsabsichten, was die Agilität des Netzwerks unterstreicht.

Die innovative Arbeit des Essener Netzwerkes gibt längst bundesweit Praxisimpulse. Ein nächster Austausch familienfreundlicher Unternehmen findet Mitte November beim traditionellen Unternehmensfrühstück für alle Bündnisakteure statt.

Der Direktor der LVR-Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie am LVR-Klinikum Essen ist neuer Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Essstörungen (DGESS)

Essen. Die DGESS hat vergangene Woche einen neuen Vorstand gewählt. Prof. Martin Teufel, Experte auf dem Gebiet der Ess- und Gewichtsstörungen wurde zum ersten Mal in das Präsidium gewählt. Neben ihm gehören Prof. Silja Vocks, Osnabrück, Prof. Jennifer Svaldi, Tübingen, Prof. Hans-Christoph Friederich, Düsseldorf, sowie Prof. Stefan Ehrlich, Leipzig dem neuen Vorstand an.

Ziel der Deutschen Gesellschaft für Essstörungen (DGESS) als interdisziplinärer Fachgesellschaft ist es, einerseits durch die kontinuierliche Zusammenarbeit von Expert*innen aus verschiedenen medizinischen und psychologischen Disziplinen Forschung hinsichtlich der Entstehung und Aufrechterhaltung von Essstörungen sowie deren Behandlung zu fördern. Andererseits will die DGESS der Versorgungslandschaft auf der Basis der Forschungsbefunde evidenzbasierte Empfehlungen zur Behandlung von Essstörungen vermitteln. So ist die DGESS die federführende Fachgesellschaft bei der Erstellung der S3-Leitlinie zur Diagnostik und Therapie der Essstörungen. Durch Aktivitäten sollen Prävention, Früherkennung, Diagnostik und Therapie von Essstörungen optimiert werden, wobei die Interessen der Betroffenen und der Angehörigen in Deutschland bestmöglich vertreten werden.

Essstörungen sind mit gravierenden körperlichen und psychosozialen Folgeerscheinungen verbunden und nehmen unbehandelt zumeist einen chronischen Verlauf. Zu den bekanntesten Formen zählen die Anorexia nervosa (auch Magersucht genannt), die u. a. durch ein extrem niedriges Gewicht gekennzeichnet ist und die höchste Sterberate unter den psychischen Erkrankungen hat.
Kernsymptom der Bulimia nervosa sind wiederkehrende Essanfälle, gefolgt von kompensatorischem Verhalten wie Erbrechen oder der Einnahme von Abführmitteln. Zur Binge Eating-Störung gehören Essanfälle mit Kontrollverlust, meist mit der Folge von teils schwerer Adipositas.

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Das LVR-Klinikum Essen spendet 846 Euro an den Sozialpsychiatrischen Förderkreis e.V.

Die Kaufmännische Direktorin des LVR-Klinikum Essen, links, und die die Pflegedirektorin, rechts, halten zusammen den großen Spendencheck in der Hand.

Der Vorstand des LVR-Klinikums Essen überreichte dem Sozialpsychiatrischen Förderkreis knapp 900 Euro. Für jeden abgegebenen Fragenbogen bei der diesjährigen Mitarbeitenden-Befragung spendet das Klinikum zwei Euro.

Von Februar bis März waren alle 19.000 Beschäftigten des Landschaftsverbands Rheinland (LVR) aufgerufen, sich an der Umfrage der Mitarbeitenden zu beteiligen. Von den 734 Mitarbeitenden des LVR-Klinikums Essen beteiligten sich 423 an der breit angelegten Umfrage zu den Arbeitsbedingungen und Verbesserungspotentialen im LVR. Die Spende von je zwei Euro an den Sozialpsychiatrischen Förderkreis pro Teilnahme gab einen zusätzlichen Anreiz zur Teilnahme an der Befragung. Die Aussicht auf eine hohe Spende an den Verein hat gewirkt: Die Beteiligung ist um 16 Prozent seit der Befragung des LVR 2013 gestiegen.

Die Ergebnisse der Mitarbeitenden-Umfrage werden im Juni erwartet. „Der Vorstand wird Konsequenzen aus den Ergebnissen ziehen, was vergangene Befragungen etwa zu psychischen Belastungen und Gesundheit am Arbeitsplatz zeigen“, sagt Jane E. Splett, Vorstandsvorsitzende des LVR-Klinikums Essen. Insofern war eine hohe Beteiligung sehr wichtig. Zwar zähle jede Stimme, aber je mehr Kolleginnen und Kollegen an solchen Befragungen teilnähmen, desto besser könnten Probleme erkannt und Projekte zur Verbesserung angegangen werden, so der Vorstand. Der Sozialpsychiatrische Förderkreis wurde 1988 mit dem Ziel gegründet, das Verständnis für Menschen mit psychischen Krankheiten zu fördern und deren berufliche und soziale Eingliederung zu unterstützen. Die Initiative wird getragen von engagiertem Klinikpersonal und ehrenamtlich interessierten Bürger*innen. Der Förderkreis wird von Christiane Frenkel, Pflegedirektorin des LVR-Klinikum Essen, geleitet. Im Vordergrund steht die Idee, die Psychiatrie nach außen zu öffnen und Betroffenen unbürokratisch zu helfen. Als besonders hilfreich bei den Bemühungen, die Wiedereingliederung ins gesellschaftliche Leben zu fördern, haben sich Konzerte, Vorträge und Ausstellungen erwiesen, die seit 1995 in der Klinik stattfinden. Seite 2 LVR-Klinikum Essen, Virchowstraße 174, 45147 Essen www.klinikum-essen.lvr.de Mehr Informationen zum Sozialpsychiatrischen Förderkreis finden Sie unter: www.sozialpsychiatrischer-foerderkreis.de

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