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Zentrum für Ambulante Suchttherapie

Das Zentrum für Ambulante Suchttherapie umfasst die folgenden Fachambulanzen:

Ambulanz für Substitutionsbehandlung

Ambulanz und Spezialsprechstunden

Ambulanz für Verhaltensabhängigkeiten und Sexuelle Gesundheit

Ambulanz für Substitutionsbehandlung

Zielgruppe

Die ärztlich geleitete Substitutionsbehandlung richtet sich an (volljährige) Menschen mit einer Opioidabhängigkeit.

Behandlungskonzept

Die Ambulanz für Substitutionsbehandlung kann insgesamt bis zu 185 Patient*innen aufnehmen. Die Behandlung erfolgt nach den Vorgaben der Betäubungsmittelverschreibungsverordnung und den Richtlinien der Bundesärztekammer.

Ziele der Behandlung sind die Stabilisierung des körperlichen und psychischen Gesundheitszustandes, die Reduktion des Konsums von Opioiden und weiterer Substanzen sowie riskanter Konsumformen, die Verbesserung der Lebensqualität und die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben.

Zur Substitution setzen wir Methadon, Levomethadon (Polamidon), Buprenorphin und retardiertes Morphin ein. Die Behandlung wird von einem interdisziplinären Behandlungsteam aus Ärzt*innen, medizinischen Fachangestellten und Sozialarbeitenden durchgeführt. Neben der Behandlung psychischer Begleiterkrankungen bieten wir zudem eine psychosoziale Betreuung zur Unterstützung bei sozialen Problemen und der sozialen und beruflichen Wiedereingliederung an.

Behandlungsangebot

Substitutionsbehandlung
Behandlung psychischer Begleit- und Folgeerkrankungen
Umfassende psychosoziale Betreuung
Vermittlung in stationäre qualifizierte Entzugsbehandlung
Vermittlung in stationäre Rehabilitation
Vermittlung in Hepatitis C- und HIV-Behandlung
Betreuung von schwangeren Frauen in Substitutionsbehandlung
Nachsorge für Patient*innen nach vollständigem Opioidentzug

Anmeldung

Die Anmeldung erfolgt direkt bei der Ambulanz für Substitutionsbehandlung. Bitte bringen Sie zum ersten Termin Ihre elektronische Gesundheitskarte, sämtliche Ihnen zur Verfügung stehenden medizinischen Vorbefunde und eine Auflistung Ihrer Dauermedikation mit.

Leitung

Anne Mareike Blank, Oberärztin

Ambulanzsekretariat

Zentrum für Ambulante Suchttherapie
Ambulanz für Substitutionsbehandlung
Kibbelstraße 10
45127 Essen
Tel 0201 87015-0
E-Mail Substitutionsbehandlung.Essen@lvr.de

Öffnungszeiten

Mo – Fr: 8.00 – 12.00 Uhr und 14.00 – 15.00 Uhr
Sa, So, Feiertage: 10.00 – 11.30 Uhr

Ambulanz und Spezialsprechstunden

Zielgruppe

Die Ambulanz richtet sich an Menschen mit substanzgebundenen Abhängigkeitserkrankungen, die ihren Konsum reduzieren oder beenden wollen.

Behandlungskonzept

Wir bieten eine Beratung, diagnostische Abklärung und ambulante Behandlung für Menschen mit Abhängigkeitserkrankungen einschließlich psychischer Begleiterkrankungen (z.B. Depressionen oder Angststörungen) an. Bestandteile der Behandlung sind regelmäßige therapeutische Einzelgespräche, Gruppenangebote sowie sozialarbeiterische Unterstützung. Die Therapie basiert auf kognitiv-verhaltenstherapeutischen Methoden. Bei Bedarf kann eine medikamentöse Behandlung der Abhängigkeitserkrankung und/oder der psychischen Begleiterkrankungen erfolgen. Patienten mit einer Opioidabhängigkeit wenden sich bitte an unsere Ambulanz für Substitutionsbehandlung.

Offene Suchtsprechstunde

Die offene Suchtsprechstunde ist ein niederschwelliges Angebot, das ohne vorherige Terminvereinbarung in Anspruch genommen werden kann. Im Rahmen der Sprechstunde kann die weitere ambulante Behandlung geplant oder in eine tagesklinische oder stationäre Behandlung vermittelt werden.

Die Suchtsprechstunde findet montags bis freitags zwischen 10:00 und 12:00 Uhr statt. Bitte melden Sie sich hierfür bis spätestens um 9:30 Uhr mit Ihrer elektronischen Gesundheitskarte in der Ambulanz an.

Spezialsprechstunden

Ambulanter Entzug von Alkohol
Rückfallprophylaxe bei Alkoholabhängigkeit
Ambulanter Entzug von Beruhigungsmitteln
Cannabissprechstunde
Raucherentwöhnung
Second Opinion
Sucht und Psychose

Fetale Alkoholspektrum-Störung (FASD) bei Erwachsenen

Das Angebot richtet sich an Patient*innen, bei denen verschiedene psychiatrische und neurologische Krankheitsbilder vorliegen, die durch den mütterlichen Konsum von Alkohol während der Schwangerschaft entstanden sind. Das Vollbild der Erkrankung wird fetales Alkoholsyndrom (FAS) genannt und tritt bei etwa acht von 1.000 Geburten auf. Obwohl fetale Alkoholspektrum-Störungen zu den häufigsten angeborenen Erkrankungen zählen, werden sie oft gar nicht oder erst im Laufe des frühen Erwachsenenalters diagnostiziert.

In unserer FASD-Sprechstunde bieten wir die Diagnostik bei Erwachsenen ab 18 Jahren an. Die Diagnostik orientiert sich an vier Säulen:

  • Alkoholkonsum der Mutter während der Schwangerschaft
  • typische Auffälligkeiten im Gesicht (sehr schmale Oberlippe, verstrichenes Philtrum, kurze Lidspalte)
  • Wachstumsauffälligkeiten sowie
  • funktionelle und strukturelle Auffälligkeiten des zentralen Nervensystems (z.B. Gedächtnis, Aufmerksamkeit, Intelligenz)

Bitte planen Sie für das Anamnesegespräch sowie für die anschließende neuropsychologische Testung zwei bis drei Stunden Zeit ein. Außerdem bitten wir Sie, sofern vorhanden, folgende Informationen bereit zu halten oder Unterlagen (am besten in Kopie) zum Termin mitzubringen:

  • Informationen zum Geburtsgewicht, Geburtsgröße & Kopfumfang bei Geburt (z.B. das gelbe U-Heft)
  • aktuelle Größe und aktuelles Gewicht
  • aktuelles biometrisches Foto (Gesicht gut erkennbar, neutraler Gesichtsausdruck)
  • Zeugnisse, aus denen eine schriftliche Beurteilung hervorgeht (z.B. Grundschulzeugnisse)
  • Fotos aus dem Säuglings- und Kleinkindalter
  • Arztbriefe oder Berichte aus bisherigen psychiatrischen, psychologischen oder neurologischen Vorbehandlungen

Termine können Sie per E-Mail an fasd-erwachsene.essen@lvr.de vereinbaren.

Ambulante Gruppenangebote

Offene Gruppe
Cannabisgruppe
Chemsex-Gruppe
Emotionen, Emotionsregulation und Skills
Sucht und Psychose
Gruppe für Eltern mit Konsumproblematik
Angehörigengruppe

Anmeldung

Die Anmeldung für die Ambulanz erfolgt in der Regel vor Ort über unsere offene Suchtsprechstunde. Bitte bringen Sie zum ersten Termin Ihre elektronische Gesundheitskarte, sämtliche Ihnen zur Verfügung stehenden medizinischen Vorbefunde und eine Auflistung Ihrer Dauermedikation mit.

Leitung

Anne Mareike Blank, Oberärztin

Dr. rer. medic. Henrike Schecke, Leitende Psychologin

Ambulanzsekretariat

Zentrum für Ambulante Suchttherapie
Ambulanz und Spezialsprechstunden
Kibbelstraße 10
45127 Essen
Tel 0201 87015-0
E-Mail Suchtambulanz.Essen@lvr.de

Öffnungszeiten

Mo – Fr: 8.00 – 12.00 Uhr und 13.00 – 16.00 Uhr

Ambulanz für Verhaltensabhängigkeiten und Sexuelle Gesundheit

Zielgruppe

Die Ambulanz richtet sich an Menschen im Alter über 18 Jahren, die Probleme in den folgenden Bereichen erleben:

  • Glücksspiel (online und Automatenspiel)
  • Sportwetten
  • hochriskante Börsenspekulationen
  • Internetnutzung
  • Soziale Medien
  • Kaufsucht
  • Exzessives Sporttreiben
  • Substanzkonsum und Sexualität (z.B. Chemsex)
  • Pornographienutzung
  • Sexsucht/zwanghaftes Sexualverhalten/Hypersexualität
  • Sexuelle Funktionsstörungen
  • Paraphile Störungen

Bitte beachten Sie, dass wir derzeit kein Behandlungsangebot für Personen in einem laufenden Strafverfahren haben. Menschen im Dunkelfeld mit einer pädophilen Störung wenden sich bitte an das Präventionsnetzwerk „Kein Täter werden“ in Düsseldorf (praevention@med.uni-duesseldorf.de).

Behandlungsangebot

  • Ambulantes Vorgespräch
  • Diagnostik (auch einer möglicherweise begleitenden psychischen Erkrankung)
  • Störungsspezifische Psychotherapie
  • Pharmakologische Behandlung von Begleiterkrankungen (z.B. Depression)
  • Empfehlung weiterer nicht-pharmakologischer Behandlungsverfahren
  • Anleitung zur Selbsthilfe, Förderung der Handlungskompetenz
  • Therapeutische Gruppenangebote
  • Beratung von Angehörigen

Sprechstunde für Trans*personen

Für Trans*personen bieten wir Beratung und psychologische Begleitung im gesamten Transitionsprozess. Auch Fragen zur Detransition können ein Anliegen sein. Die Diagnostik psychischer Erkrankungen (z.B. Depressionen, Angststörungen) ist ebenfalls möglich. Eine ambulante Psychotherapie können wir nicht anbieten.

Aufnahme

Zur Behandlung in der Ambulanz für Verhaltensabhängigkeiten und Sexuelle Gesundheit bringen Sie bitte die elektronische Gesundheitskarte Ihrer Krankenversicherung mit.

Kontakt

Sie erreichen uns per E-Mail unter: Verhaltensabhaengigkeiten.Essen@lvr.de

Wir nehmen Sie dann auf unsere Warteliste auf und kontaktieren Sie telefonisch für eine Terminvereinbarung. Bitte hinterlassen Sie daher unbedingt eine Telefonnummer, unter der Sie gut erreichbar sind und geben Sie gerne günstige Zeiträume an.

Standort

Alfredstraße 68-72
45130 Essen

Leitung

Psychotherapeutische Leitung: Dr. rer. medic. Henrike Schecke
Ärztliche Leitung: Prof. Dr. med. Johannes Fuß, Prof. Dr. med. Patrik Roser

Zertifikate und Mitgliedschaften

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Kontakt

LVR-Universitätsklinik Essen

Virchowstraße 174

45147 Essen

Telefon 0201 7227-0