Pressemitteilungen

LVR-Klinikum Essen klärt mit Aktionswoche über Alkoholabhängigkeit auf

Teaserbild der Aktionswoche Alkohol mit dem Slogan: Alkohol? Nicht am Arbeitsplatz!
Bild-Großansicht
Die Aktionswoche Alkohol ist eine Initiative der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS)

Das LVR-Klinikum Essen beteiligt sich an der deutschlandweiten Aktionswoche Alkohol. Die Aktivitäten des LVR-Klinikum umfassen unter anderem drei Telefonsprechstunden für Essener Bürgerinnen und Bürger zu verschiedenen Aspekten der Alkoholabhängigkeit.

Die Aktionswoche startet am Samstag, 14. Mai 2022 mit einführenden Informationen von Prof. Dr. Norbert Scherbaum, dem Direktor der Klinik für Abhängiges Verhalten und Suchtmedizin am LVR-Klinikum Essen, zur häufigsten Suchterkrankung in Deutschland. Dieses und alle weiteren Videos und Info-Beiträge werden auf den Social-Media-Kanälen des psychiatrisch-psychosomatischen Fachkrankenhauses veröffentlicht.

Expertinnen und Experten beraten Bürgerinnen und Bürger

Am 17., 18. und 19. Mai bieten Fachkräfte der Suchtklinik interessierten Menschen telefonische Informations- und Beratungssprechstunden an. Die Telefon-Hotline ist an diesen drei Tagen jeweils von 14:00 bis 17:00 Uhr unter der Nummer 0201-7227-777 zu erreichen.

Am 17. Mai klärt Carola Finger-Kreitner, Stationsleitung der Entzugsstation S1 darüber auf, ab wann der Alkoholkonsum zur Erkrankung wird und wie ein Entzug abläuft.

Sprechzeit von 14:00 bis 17:00 Uhr, Telefon: 0201-7227-777

Am 18. Mai können Bürgerinnen und Bürger mit Sozialarbeiter Holger Nöldemann über das Thema „Nach dem Entzug – was dann?“ sprechen. Er gibt Tipps zu Reha, tagesklinischer ambulanter Anschlussbehandlung, Wiedereinstieg in den Beruf oder Rolle der Angehörigen.

Sprechzeit von 14:00 bis 17:00 Uhr, Telefon: 0201-7227-777

Am 19. Mai geht es darum, wie man abstinent bleibt und welche Hilfen es gibt, um einen Rückfall zu vermeiden. Auskunft darüber gibt Dr. Raphael Nawratek, Oberarzt Klinik für Abhängiges Verhalten und Suchtmedizin.

Sprechzeit von 14:00 bis 17:00 Uhr, Telefon: 0201-7227-777

Programm der Aktionswoche im Überblick:

  • 14.05.: Prof. Dr. med. Norbert Scherbaum, Chefarzt der Suchtklinik führt in die Aktionswoche ein.
    Zu sehen auf Instagram, Facebook und YouTube
  • 15.05.: Info-Post: „Sätze, die man sich anhören muss, wenn man Alkohol ablehnt“.
    Zu sehen auf Instagram und Facebook
  • 16.05.: Info-Post: „Alkohol am Arbeitsplatz“.
    Zu sehen auf Instagram und Facebook
  • 17.05.: Telefon-Hotline mit Carola Finger-Kreitner, Stationsleitung der Entzugsstation S1,
    14:00 bis 17:00 Uhr, Telefon: 0201-7227-777
  • 18.05.: Telefon-Hotline mit Holger Nöldemann, Sozialarbeiter der Suchtklinik,
    14:00 bis 17:00 Uhr, Telefon: 0201-7227-777
  • 18.05.: Animiertes Video „Wie ist Deine Beziehung zu Alkohol?“
    Zu sehen auf Instagram, Facebook und YouTube
  • 19.05.: Telefon-Hotline mit Dr. Raphael Nawratek, Oberarzt Klinik für Abhängiges Verhalten und
    Suchtmedizin, 14:00 bis 17:00 Uhr, Telefon: 0201-7227-777
  • 20.05.: Mythen und Fakten zu Alkohol: Die Pflegedienstleiterin klärt auf.
    Zu sehen auf Instagram
  • 21.05.: Ein Arzt erklärt: "Was ist Sucht? Entzug, aber wie und wo finde ich Hilfe?"
    Zu sehen bei YouTube
  • 22.05.: Quiz über Alkohol.
    Zu sehen und mit raten auf Instagram

Nach oben

Kein Streik im LVR-Klinikum Essen

Außenaufnahme LVR-Klinikum Essen
Bild-Großansicht

Die Patientenversorgung im LVR-Klinikum Essen ist während des Streiks am Uniklinikum Essen gewährleistet.

Die Mitarbeitenden des LVR-Klinikum Essen streiken nicht für den angestrebten „Tarifvertrag Entlastung“ im Nachbarklinikum. „Wir unterliegen einem anderen Tarifvertrag, uns betrifft der Erzwingungsstreik der Gewerkschaft Verdi und der Beschäftigten am Universitätsklinikum Essen nicht“, erklärt die Kaufmännische Direktorin des LVR-Klinikum Essen, Jane E. Splett.

Patientenversorgung ist gesichert

Die Versorgung der Patientinnen und Patienten in den Einrichtungen des LVR-Klinikum Essen in der Virchowstraße 174 und der Wickenburgstraße 21-23 sowie den Tageskliniken für Kinder- und Jugendliche in Altenessen und Mülheim an der Ruhr ist gesichert. Die Behandlungen laufen wie gewohnt weiter.

Nach oben

Essener Suchtexperte berät Bundesregierung

Prof. Dr. med. Norbert Scherbaum
Der Essener Suchtmediziner warnt vor Konsum neuer synthetischer Opioide

Das Bundesgesundheitsministerium hat Prof. Dr. med. Norbert Scherbaum in den Sachverständigenausschuss für das Betäubungsmittel- und das Neue-psychoaktive-Stoffe-Gesetz berufen.

Der Ärztliche Direktor des LVR-Klinikum Essen und Chefarzt der Kliniken für Abhängiges Verhalten und Suchtmedizin sowie für Psychiatrie und Psychotherapie ist bereits seit 2010 Mitglied des unabhängigen Expertengremiums, das die Bundesregierung hinsichtlich des Betäubungsmittel- und des Neue-psychoaktive-Stoffe-Gesetzes berät. Der Sachverständigenausschuss ist interdisziplinär besetzt. Mitglieder sind z.B. Suchtmediziner*innen, Pharmakolog*innen und Chemiker*innen. Er bewertet die Entwicklung des Konsums abhängig machender Substanzen, etwa von bestimmten Medikamenten sowie illegal hergestellten und vertriebenen Drogen mit der Frage, ob der Staat regulierend eingreifen sollte.

Neue Psychotrope Substanzen

Besonders neue Psychotrope Substanzen (NPS), oft auch legal Highs genannt, sind seit Jahren im Fokus des Ausschusses. Prof. Scherbaum forscht bereits seit mehreren Jahren zu NPS, zuletzt in dem von der EU-finanzierten Projekt JUSTSO zu neuen synthetischen Opioiden: „NPS werden nach dem Designer-Drogen-Prinzip hergestellt. Die Hersteller ändern kleine Seitengruppen einer chemischen Grundstruktur und schaffen so stetig neue Substanzen, wie z.B. neue Benzodiazepine oder neue Opioide“, erklärt Suchtexperte Scherbaum.

Konsum ist Selbstversuch

„In aller Regel sind die so hergestellten Drogen um ein vielfaches stärker wirksam als traditionell bekannte Drogen. So sind z.B. Designer-Drogen auf der Basis des Opioid-Schmerzmittels Fentanyl zum Teil 1.000 bis 10.000-mal so wirksam wie Heroin. Solche Substanzen sind vor allem verantwortlich für den verheerenden Anstieg der Drogentoten in den USA bei der dortigen Opioid-Epidemie. Hier muss sorgfältig beobachtet werden, ob es vergleichbare Entwicklungen in Deutschland gibt. Letztlich ist der Konsum einer neuen psychotropen Substanz eine Art Selbstversuch mit unbekanntem Ausgang“, warnt Scherbaum.

Nach oben

Drei Klinikdirektoren am LVR-Klinikum Essen gehören zu den TOP-Medizinern in Deutschland

Prof. Dr. med. Norbert Scherbaum, Prof. Dr. med. Johannes Hebebrand und Prof. Dr. med. Martin Teufel gehören zu den TOP-Medizinern 2022 in Deutschland.
Prof. Dr. med. Norbert Scherbaum, Prof. Dr. med. Johannes Hebebrand und Prof. Dr. med. Martin Teufel gehören zu den TOP-Medizinern 2022 in Deutschland.

Die Direktoren der Kliniken für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, für Abhängiges Verhalten und Suchtmedizin sowie der Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters gehören laut einer Auswertung des Magazins ‚Stern‘ zu den TOP-Medizinern 2022 in Deutschland.

Die drei Klinikdirektoren sind Lehrstuhlinhaber ihrer Fachdisziplinen an der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen. „Uns ist der Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse aus unserer Forschung in die klinische Behandlung unserer Patientinnen und Patienten sehr wichtig“, betont Prof. Scherbaum, der auch Ärztlicher Direktor des LVR-Klinikum Essen ist. Die Lehre des medizinisch-psychiatrischen Nachwuchses hat ebenfalls einen hohen Stellenwert bei den drei Ausgezeichneten. „Daher freuen wir uns, dass bei der Zusammenstellung der Stern-Ärzte-Liste neben der medizinischen Reputation, Patienten- und Kollegenempfehlungen sowie dem Behandlungsangebot auch unsere Tätigkeiten in Forschung und Lehre, die im Ergebnis unseren Patienten und Patientinnen zugutekommen soll, gewürdigt werden“, so Prof. Teufel anlässlich der Veröffentlichung der neuen Ärzte-Liste.

Exellente Psychosomatik und Behandlung von Essstörungen

Prof. Dr. med. Martin Teufel, Direktor der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie gehört zu den besten Medizinern der Fachrichtungen Psychosomatik, Ernährungsmedizin und Essstörungen. In allen drei Disziplinen hat der Stern die vielen Publikationen, das Studienangebot und das breite Behandlungsangebot – angefangen bei verschiedenen Erkrankungen wie Adipositas, somatoformen Störungen oder posttraumatischen Belastungsstörungen bis hin zur Angehörigen- und 24-Stunden-Betreuung – von Prof. Teufel exzellent bewertet.

Kinder- und Jugendliche in Essen gut aufgehoben

Im Bereich der Psychiatrie für Kinder- und Jugendliche konnte Prof. Dr. med. Johannes Hebebrand mit seiner überdurchschnittlichen medizinischen Reputation auf seinem Spezialgebiet der Essstörungen im Kindes- und Jugendalter punkten. Auch die rege Publikationstätigkeit und das Studienangebot Hebebrands an der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen wurden bei der Wahl Hebebrands zum TOP-Mediziner berücksichtigt.

Hohes Ansehen im Bereich Abhängigkeitserkrankungen

Eine herausragende medizinische Reputation hat der ‚Stern‘ bei Prof. Dr. med. Norbert Scherbaum für das Fachgebiet der Abhängigkeitserkrankungen festgestellt. Der Direktor der Kliniken für Abhängiges Verhalten und Suchtmedizin sowie für Psychiatrie und Psychotherapie am LVR-Klinikum Essen zählt zudem ebenfalls zu den Medizinern, die überdurchschnittlich häufig in ihrem Fachgebiet publizieren. Seine breite Fachexpertise umfasst vor allem Alkohol-, Opiat- und Cannabisabhängigkeit.

Auch im Bereich Abhängigkeitserkrankungen wurde das Studienangebot an der Universität Duisburg-Essen, die Betreuung von Angehörigen und die 24-Stunden-Versorgung in die Wertung genommen.

Nach oben