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Pressemitteilungen

Top-Mediziner 2020 für Psychosomatik

Foto von Prof. Dr. Martin Teufel
Prof. Dr. Martin Teufel gehört zu den Top-Medizinern 2020 der Psychosomatik in Deutschland

Essen. Über die Auszeichnung als Top-Mediziner 2020 im Bereich Psychosomatik des Magazins Focus-Gesundheit freuen sich der Chefarzt der LVR-Klinik Essen für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Prof. Dr. med. Martin Teufel, und die Leitung des LVR-Klinikum Essen.

Die Ausgabe 06/2020 der Zeitschrift Focus Gesundheit, die im August 2020 erschienen ist, listet Prof. Dr. med. Martin Teufel als Top-Mediziner 2020 der Psychosomatik in Deutschland. „Darüber freue ich mich sehr. Zum einen wird mit der Berichterstattung über das Thema meine Fachdisziplin, die Psychosomatik, mehr ins Bewusstsein der Öffentlichkeit gebracht und zum anderen auch meine Arbeit und die meines Teams gewürdigt“, sagt der Direktor der LVR-Klinik Essen für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie.

Anerkennung von Kolleg*innen und Patient*innen
Die Ärzteliste des Focus „Psychosomatik“ wurde zum ersten Mal erstellt. Sie ist das Ergebnis von Befragungen von Medizinern zum Fachkönnen ihrer Kollegen und Erfahrungen von Patient*innen. „Die Qualität unserer Behandlung spiegelt sich besonders durch die hohe Weiterempfehlung von Patientinnen und Patienten wider“, erklärt Prof. Teufel.

In der LVR-Klinik Essen für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie werden Menschen behandelt, die an unterschiedlichen psychischen und körperlichen Erkrankungen leiden. Die Focus-Liste spiegelt sehr deutlich die Kompetenz im breiten Behandlungsspektrum (Ess- und Gewichtsstörungen, Somatoforme Störungen, Posttraumtische Belastungsstörungen, Psychische Begleiterkrankungen bei körperlichen Erkrankungen) wider.

TOP-Mediziner in der Forschung
Neben seiner klinischen Tätigkeit ist Prof. Teufel Lehrstuhlinhaber der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen. Zusätzlich zu seinen Forschungsprojekten in den Behandlungsschwerpunkten, befasst sich Prof. Teufel und sein Team zurzeit in einer der weltweit größten Studien mit den Auswirkungen, die die COVID-19 Pandemie auf den Menschen, seine Psyche und sein Verhalten hat. Es ist ihm wichtig, dass die Behandlung seiner Patientinnen und Patienten auf neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen basiert: „Wir legen großen Wert darauf, unser Engagement in Wissenschaft und Forschung für unsere Patientinnen und Patienten nutzbar zu machen“, so Prof. Dr. med. Martin Teufel.

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Studie am LVR-Klinikum Essen will Menschen mit Autismus bei sozialem Lernen helfen

Essen, 21. August 2020 - Die Stiftung Irene fördert eine wissenschaftliche Studie zu prosozialem Lernen und Autismus am LVR-Klinikum Essen unter der Leitung von Dr. Benedikt Langenbach und Prof. Dr. Katja Kölkebeck.

1982 gründeten Eltern einer autistischen Tochter die Stiftung Irene , die sich der Verbesserung der Lebensumstände von Menschen mit einer Autismus-Spektrum-Störung (ASS) in Deutschland verschrieben hat. Genau da setzt die Studie an: „In der Behandlung und der Forschung kann beobachtet werden, dass Menschen mit ASS mit hoher Funktionalität, also ohne intellektuelle Einschränkungen, trotzdem häufig Probleme haben, sich in sozialen Situationen gemäß den gesellschaftlichen Regularien zu verhalten, was zu Problemen im sozialen Austausch führen kann. Ein besonders wichtiger Aspekt der zwischenmenschlichen Interaktion ist hierbei das so genannte prosoziale Verhalten. Damit ist ein Verhalten gemeint, von dem auch andere Menschen profitieren. Etwa zu lernen, wie man anderen eine Freude machen oder helfen kann“, erklärt der Studienleiter und Psychologe Dr. Benedikt Langenbach. „Wir wollen herausfinden, wie Menschen mit Autismus prosoziales Verhalten lernen und was ihnen dabei helfen kann, damit ihnen der Austausch mit anderen Menschen leichter fällt“, so Langenbach.

Gezielte Therapien entwickeln
Aufbauend auf neurowissenschaftlicher Forschung der vergangenen Jahre, die die zentrale Rolle des anterioren cingulären Kortex, einem Teil des Präfrontallappens im Gehirn, bei prosozialem Lernen nachgewiesen hat, wird diese Studie ab Oktober 2020 drei Jahre lang die neuronalen Grundlagen bzw. Veränderungen von prosozialem Lernen bei Menschen mit ASS erforschen.
Zunächst werden Menschen ohne ASS untersucht, um in einem zweiten Schritt die Unterschiede zu prosozialem Lernen bei Betroffenen identifizieren zu können. Zuletzt sollen auch noch neuronale Grundlagen sozialen Lernens anhand der funktionellen Magnetresonanztomographie untersucht werden. Die Erkenntnisse sollen langfristig für die Entwicklung gezielterer Interventionen für prosoziales Lernen genutzt werden, die spezifisch an veränderten neuronalen Mechanismen ansetzen – dies könnte durch Verhaltenstherapie erfolgen oder zum Beispiel durch Hirnstimulation oder Neurofeedback.

Internationale Kooperation
Die Studie wird in Kooperation mit Forscherinnen an der Universität Oxford durchgeführt. In Essen liegt die Projektleitung bei Dr. Benedikt Langenbach. Nach seinem Psychologiestudium in Dresden und Edinburgh promovierte Dr. Langenbach zunächst im Bereich der sozialen Neurowissenschaften an der Universität Bern. Seit Februar 2020 ist er in der Forschungsgruppe für psychopathologische Forschung unter Leitung von Prof. Dr. Katja Kölkebeck tätig. Parallel zu seiner Forschungstätigkeit bildet er sich derzeit zum psychologischen Psychotherapeuten weiter.

Prof. Dr. Katja Kölkebeck ist Professorin an der Universität Duisburg-Essen und Oberärztin im LVR-Klinikum Essen, Kliniken und Institut der Universität Duisburg-Essen, wo sie unter anderem Menschen mit Autismus-Spektrum-Störung behandelt.

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TOP-Mediziner im LVR-Klinikum Essen

Essen, 22. Juni 2020 - Das Magazin Focus hat zum wiederholten Mal drei national und international renommierte Spezialisten des LVR-Klinikum Essen in die Focus-Liste der Spitzenmediziner Deutschlands aufgenommen. Damit gehören der Suchtmediziner Prof. Dr. Norbert Scherbaum, Ärztlicher Direktor des LVR-Klinikum Essen, der Direktor der Klinik Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters, Prof. Dr. Johannes Hebebrand, sowie der Direktor der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Prof. Dr. Martin Teufel, schon seit Jahren zum Kreis der von dem Magazin ausgezeichneten Top-Mediziner.

Die drei Klinikdirektoren wurden von der Redaktion des Focus mittels einer unabhängigen Datenerhebung durch Umfragen medizinischer Fachgesellschaften und Empfehlungen von Patientenverbänden, Selbsthilfegruppen, Klinikleitungen, Chefärzt*innen und niedergelassenen Mediziner*innen sowie einer Erhebung wissenschaftlicher Publikationen in die Ärzteliste des Focus aufgenommen. Die Ärzte, die im deutschlandweiten Focus-Vergleich zu den empfehlenswertesten des Landes und ihres Faches zählen, erhalten die Auszeichnung „TOP-Mediziner 2020“ für ganz Deutschland und den jeweiligen Fachbereich.

Die drei Ausgezeichneten sind Lehrstuhlinhaber an der Universität Duisburg-Essen. Der Ärztliche Direktor des LVR-Klinikums Essen sowie Direktor der Kliniken für Abhängiges Verhalten und Suchtmedizin sowie für Psychiatrie und Psychotherapie, Prof. Dr. Norbert Scherbaum, erhielt die Auszeichnung wiederholt als Spezialist für Suchterkrankungen. Prof. Dr. Norbert Scherbaum ist aufgrund seiner Expertise auch Mitglied im Sachverständigenausschuss des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) zur Bewertung von Suchtmitteln sowie im Ausschuss „Sucht und Drogen" der Bundesärztekammer.
Prof. Dr. Johannes Hebebrand gilt als einer der besten Experten von Kindern- und Jugendlichen mit Essstörungen. In dem Fachbereich Hormon- und Stoffwechselerkrankungen ist er einer der meist zitiertesten Forscher Deutschlands.
Prof. Dr. Martin Teufel ist im Bereich der Ernährungsmedizin und Adipositas sowie der Psychosomatischen Medizin für Menschen im Erwachsenenalter ausgezeichnet worden. Er ist Mitglied im Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Essstörungen (DGESS). Durch seine Corona-Umfrage erlangte Prof. Martin Teufel auch außerhalb seines Fachbereichs große Anerkennung.

Freude über Anerkennung ihrer Arbeit
Die „Top-Ärzte" freuen sich über die Anerkennung ihrer Arbeit. Auch die Kaufmännische Direktorin und Vorstandsvorsitzende des LVR-Klinikum Essen, Jane E. Splett, freut sich über die wiederholte Auszeichnung. „Die Auszeichnung ist für alle Patient*innen hilfreich bei der Entscheidung, welche Spezialisten in ihrer Region oder auch bundesweit zu Rate gezogen werden können. Es ist schön zu sehen, dass die tägliche Anstrengung und Arbeit beachtet und wertgeschätzt wird. Die Auszeichnung ist auch ein Zeichen, dass die Entstigmatisierung gegenüber psychisch Erkrankten Früchte trägt. Wir sind aber immer noch nicht am Ziel. Es macht mich stolz, TOP-Mediziner in unserer Klinik an Bord zu haben.", sagt Jane E. Splett.

Pressemitteilung der Universitätmedizin Essen

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Cope - Coping mit Corona: Psychosomatisch-Psychotherapeutische Grundversorgung in Essen

Essen, 28. April 2020 - Die aktuelle Situation und die Herausforderungen aufgrund des Coronavirus stellen für uns alle eine extreme Belastung dar. Auch Menschen mit guter psychischer Gesundheit haben möglicherweise Sorgen, Ängste, Stimmungsschwankungen, fühlen sich einsam oder wütend. Diese Gefühle können zu psychosomatischen Beschwerden und innerhalb von Familien und Partnerschaften zu Konflikten führen. Unter dem Motto „Corona gemeinsam bewältigen" ist von Mitarbeitenden der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie des LVR-Klinikum Essen ein mehrgliedriges Konzept entwickelt worden, das die psychosomatische Grundversorgung Essener Bürger*innen in „Corona-Zeiten" sicherstellen soll. Ziel: Ein niederschwelliges Angebot in Psychosomatischer Grundversorgung bereit zu stellen, dass trotz der aktuellen Kontaktbeschränkungen für alle zugänglich und einfach verständlich ist. Auch über die Corona-Servicenummer der Stadt Essen werden die Angebote des LVR-Klinikums Essen vermittelt Das Angebot besteht aus drei Bausteinen:

1) Telefonische Beratung,

2) Anleitung zur Selbsthilfe,

3) Online Trainingsprogramm CoPE It.

Die telefonische Beratung ist montags bis freitags von 8.00 bis 16.00 Uhr über die Telefon-Servicenummer 0201 438 755 200 erreichbar. Hierüber findet je nach Bedarf eine ärztlich/psychologisch durchgeführte Psychosomatische Grundversorgung, Familientherapie, Anleitung zur Selbsthilfe oder sozialrechtliche Beratung statt. Zusätzlich erhalten die Bürger*innen über die Website die Möglichkeit, sich über die Module „Häufig gestellte Fragen" und „Selbsthilfetechniken" mit weiteren Informationen und Übungsmaterialien rund um entstandene Belastungen im Zusammenhang mit der Corona-Krise zu versorgen. Dabei werden schwerpunktmäßig die Bereiche Ängste und Sorgen, Tagesstrukturierung, Umgang mit Stress, Umgang mit Konflikten, Einsamkeit und Schlafstörungen behandelt, aber auch Informationen zur Trauerarbeit, Erklärungsmodelle für Kinder zum Coronavirus und weiterführende Links zu verlässlichen medizinischen Informationen rund um COVID-19 gegeben. Darüber ermöglicht unser Online-Trainingsprogramm CoPE It, selbständig Methoden wie Achtsamkeitstraining anzuwenden. Sollte darüber hinaus ein erhöhter psychosomatisch-psychotherapeutischer Behandlungsbedarf entstehen, erfolgt die weitere psychotherapeutische Anbindung nahtlos in die Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie des LVR-Klinikum Essen.

Kontakt für Rückfragen und Interviewanfragen:
Prof. Dr. med. Martin Teufel
Direktor der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie
LVR-Klinikum Essen
Virchowstraße 174, 45147 Essen
Tel. 0201-7227500
martin.teufel@lvr.de

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Wenn die Corona-Krise zur Familienkrise wird

Essen. Die Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters des LVR-Klinikum Essen hat eine Servicenummer für seelische Krisen bei Kindern und Jugendlichen und/oder ihren Eltern in Essen, Mülheim und Oberhausen eingerichtet.

Die Corona-Krise hält uns alle fest im Griff, es fällt uns schwer, mit dieser Situation umzugehen. Während Abstandhalten der Verbreitung der Virusinfektion entgegenwirkt, kann die starke Einschränkung von Außenkontakten Konflikte, seelische Notlagen und regelrechte Krisen in Familien auslösen oder verstärken.
Beispielsweise können sich bestehende seelische Probleme von Kindern und Jugendlichen oder erwachsenen Familienmitgliedern verschlechtern und somit zu einer schweren Belastung für die gesamte Familie führen. Durch die besondere, für alle belastende Situation, kann es zu einem heftigen Streit zwischen den Familienmitgliedern kommen, der ohne Hilfe von außen nicht zu lösen ist.
Aus diesem Grund hat die Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters des LVR-Klinikum Essen eine Servicenummer eingerichtet, um Familien zu unterstützen, in denen es „brennt".

Wer kann die Klinik über die Servicenummer erreichen?
Eltern oder Bezugspersonen von Kindern und Jugendlichen können uns ebenso wie Kinder und Jugendliche zunächst telefonisch oder über Email erreichen.

Telefonnummer der Servicenummer: 0152 093 218 76, montags bis freitags von 9:00 bis 11:00 Uhr und 14:00 bis 16:00 Uhr.
Email: Familien-Hotline.Essen@lvr.de

Kontakt zu erfahrener Psychotherapeutin
Eine erfahrene Psychotherapeutin nimmt die Anrufe oder Emails von Eltern, Bezugspersonen oder Kindern und Jugendlichen entgegen. Nach Schilderung der akuten Probleme stellt die Psychologin eine Reihe von Fragen, die eine bessere fachliche Einordnung der berichteten Schwierigkeiten ermöglicht. Die Fragen dienen auch der Feststellung von weiterführenden Hilfen, die einerseits alle Möglichkeiten des LVR-Klinikum Essen (z.B. Kinder- und Jugendpsychiater, Erwachsenenpsychiater, Sozialarbeiter) umfassen, andererseits auch den Hinweis auf geeignete Kontaktstellen in der Stadt Essen ermöglichen sollen. Die Psychologin unterliegt der gesetzlichen Schweigepflicht.

Beratung oder Kurzzeittherapie
Manchmal reicht eine initiale Beratung, um eine Familie so weit zu stärken, dass sie trotz der schwierigen Zeiten zurechtkommt. In anderen Fällen ist eine Kurzzeitpsychotherapie mit drei bis zehn Sitzungen extrem hilfreich; im Einzelfall ist zu klären, ob diese Therapie sich an ein Kind, einen Jugendlichen, ein Elternteil oder mehrere Familienmitglieder gleichzeitig richtet. Voraussetzung hierfür ist die Verfügbarkeit eines Laptops oder eines PCs mit Kamera und Mikrofon mit Internetzugang. Die Mitarbeitenden der Klinik weisen in die Nutzung einer leicht zu bedienenden und datenschutzgerechten Videokonferenz ein. Alternativ kann die Therapie auch telefonisch erfolgen.
Wiederum in anderen Fällen können medizinische Maßnahmen zu Diagnostik und medikamentöser Therapie hilfreich sein. Im Einzelfall kann auch eine stationäre Behandlung erwogen werden. In solchen Fällen bitten wir nach entsprechender Information durch die Psychologin mit der jeweiligen Klinik des LVR-Klinikums Kontakt aufzunehmen. Selbstverständlich geben wir hierbei auch Informationen zu Sicherheitshinweisen, die der aktuellen Lage der Corona-Krise angepasst sind.

Die Nutzung der Servicenummer oder die Kontaktaufnahme per Email ist kostenlos. Sofern weitergehende Gespräche und Maßnahmen sinnvoll sein sollten, werden die Daten der Krankenversicherungskarte benötigt.

Kontakt für Rückfragen und Interviewanfragen:
Prof. Dr. med. J. Hebebrand
Direktor der Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters
Wickenburgstr. 21, 45147 Essen
Tel.: 0201 8707-466
johannes.hebebrand@lvr.de

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LVR-Klinikum Essen spendet an die Essener Tafel e.V.

V.l.n.r.: Christiane Frenkel, Pflegedirektorin LVR-Klinikum Essen, Jörg Sartor, 1. Vorstand Essener Tafel e.V., Jane E. Splett, Kaufmännische Direktorin LVR-Klinikum Essen, bei der Scheckübergabe
V.l.n.r.: Christiane Frenkel, Pflegedirektorin LVR-Klinikum Essen, Jörg Sartor, 1. Vorstand Essener Tafel e.V., Jane E. Splett, Kaufmännische Direktorin LVR-Klinikum Essen

Essen. Statt zu Weihnachten Grüße und Wünsche per Post zu verschicken, hat das LVR-Klinikum Essen zum Fest 2019 Porto gespart und stattdessen E-Mails mit Festtagswünschen versendet. Das gesparte Porto in Höhe von 225 Euro kommt nun der Essener Tafel e.V. zugute.

Schon seit Jahren verschickt das LVR-Klinikum Essen nur noch elektronische Weihnachtspost. Das schont die Umwelt und das so gesparte Geld wird für einen guten Zweck verwendet. Dieses Jahr hat sich das LVR-Klinikum Essen für eine Spende an die Essener Tafel e.V. entschieden. Der Vorschlag kam aus der Mitarbeitendenschaft und wurde vom Klinikvorstand begrüßt. „Wir schätzen die Arbeit der Essener Tafel sehr und haben uns deshalb dafür entschieden, das gesparte Porto für die Weihnachtspost an den Verein zu spenden", erklärte die Kaufmännische Direktorin und Vorstandsvorsitzende des LVR-Klinikum Essen, Jane E. Splett, bei der Scheckübergabe am 24. Januar 2020.

Einsammeln und Austeilen
Die Essener Tafel schließe in mehrfacher Hinsicht eine Lücke, so Splett. Neben der Verteilung von Lebensmitteln an einkommensschwache Menschen sorgt die Essener Tafel dafür, dass noch verwendbare Lebensmittel nicht einfach weggeworfen werden. „Auch in Essen werden über zehn Prozent der Lebensmittel vernichtet. Die Essener Tafel ist angetreten, diesen Wahnsinn zu verhindern. Wir sammeln ein und teilen aus", so der Verein. So versorgt die Essener Tafel jede Woche rund 16.000 Essenerinnen und Essener, entweder über die Abgabestelle im Wasserturm Steele oder per Lieferung an über 100 soziale Einrichtungen in Essen.

100 Prozent Spendenfinanziert
Die Essener Tafel finanziert sich ausschließlich über Spenden und freut sich daher über die Spende des LVR-Klinikum Essen. „Wir sind mittlerweile die einzige Tafel in dieser Größenordnung, die ausschließlich ehrenamtlich arbeitet", erklärt der erste Vorsitzende der Essener Tafel, Jörg Sartor. Wichtig seien ihm und seinen Mitstreiter*innen nicht nur Nahrung zu verteilen, sondern auch, „dass Kinder gesund essen können und gut versorgt werden." Das ermögliche etwa die Kooperation der Essener Tafel mit der Jugendsozialarbeit in Essen, die auch pädagogische Arbeit leistet und die Eltern einbindet.

Bei seinem Besuch im LVR-Klinikum Essen berichtete Jörg Sartor auch über die steigende Zahl älterer Menschen, die auf die Tafel angewiesen sei. Zudem beobachte er, dass auch psychische Erkrankungen bei den Kundinnen und Kunden der Tafel zunehmen. „Die Menschen leben oft lange Zeit in finanziellen und sozial belastenden Situationen, das bleibt nicht ohne Folgen", kann auch Splett bestätigen. Daher sei es auch so wichtig, diesen Menschen zu helfen und Vereine wie die Tafel, die diese Hilfe täglich leisten zu unterstützen.

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Kultur im Klinikum: Konzert Yehudi Menuhin - Live Music Now und Vernissage von Inge Steh am 28. Januar 2020

Essen. Das kulturelle Jahr startet im LVR-Klinikum Essen am 28. Januar 2020 mit einer Vernissage der Essenerin Inge Steh und einem Konzert der Klarinettistin Carolin Schwaderlapp und dem Akkordeonisten Mihajlo Milošev des Vereins ‚Konzert Yehudi Menuhin - Live Music Now‘.

Los geht es mit der Vernissage von Inge Steh und ihren Acryl- und Aquarellbildern ab 16 Uhr im Foyer des LVR-Klinikum Essen. Inge Stehs Arbeiten, zu denen auch Seidenmalerei gehört, zeigen ganz deutlich ihre Liebe zu Farbe, ganz nach ihrem Motto: „Farbe ist für mich Leben und Erleben.“

Von Bartok bis Mozart
Um 16:30 Uhr spielen Carolin Schwaderlapp und Mihajlo Milošev Stücke von Luigi Bassi, Bela Bartok, Vittorio Monti, Joseph Haydn, Leoš Janáček und Wolfgang Amadeus Mozart.
Carolin Schwaderlapp ist seit September 2018 Stipendiatin Yehudin Menuhin LiveMusicNow Rhein-Ruhr und ist unter anderem Aushilfe beim Folkwang Kammerorchester in Essen.
Mihajlo Milošev ist seit 2014 an der Folkwang Universität der Künste in Essen und arbeitet seit 2016 als Lehrkraft für Akkordeon und Klavier an der Werdener Musikschule in Essen und für Akkordeon an der Musikerakademie in Düsseldorf.

Kultur für alle
Der Sozialpsychiatrische Förderkreis des LVR-Klinikum Essen, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie e.V. organisiert die Kulturveranstaltungen im Klinikum für Patientinnen und Patienten ebenso wie für Angehörige und interessierte Bürgerinnen und Bürger.
Nach dem Konzert gibt es einen kleinen Imbiss.

Der Sozialpsychiatrische Förderkreis setzt sich seit 1988 dafür ein, das Verständnis für Menschen mit psychischen Krankheiten zu fördern sowie die berufliche und soziale Integration zu unterstützen. Ziel ist es, Betroffenen durch materielle Maßnahmen dabei zu helfen, ihren Alltag wieder bewältigen zu können. Für die Unterstützung seiner Arbeit freut sich der Förderkreis über eine Spende.

Was? Vernissage und Konzert im LVR-Klinikum Essen

Wann? 28.01.2020, Vernissage ab 16:00 Uhr, Konzert ab 16:30 Uhr

Wo? LVR-Klinikum Essen, Virchowstraße 174, 45147 Essen, Vernissage im Foyer
(1. Etage), Konzert in der Bibliothek, Raum 1.74 (1. Etage)

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Förderung für Studie zu neuen Therapieformen zur Linderung krebsspezifischer Begleitsymptome: Probanden gesucht.

Essen. Die Wiedenfeld-Stiftung (Krebsforschung Duisburg) fördert das Projekt Wirksamkeit einer Neurofeedback-Intervention in der Psychoonkologie der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie des LVR-Klinikum Essen in Kooperation mit dem Westdeutschen Tumorzentrum der Universitätsmedizin Essen unter der Leitung von Madeleine Hetkamp (M. Sc. Psychologin, wiss. Mitarbeiterin) mit 15.000 Euro. Die Studienleiterin Hetkamp sucht zurzeit Personen, die an Krebs erkrankt sind oder waren und die Erforschung innovativer Therapiemöglichkeiten unterstützen möchten.

Vorteile für Krebspatientinnen und -patienten
„Das Fördergeld hilft mir sehr, mein Forschungsvorhaben voranzutreiben“, sagt Hetkamp, die sich sehr über die finanzielle Unterstützung der Stiftung aus Duisburg freut. Sie möchte herausfinden, wie und ob Krebspatient*innen von den neuartigen psychoonkologischen Interventionen, Neurofeedback und Achtsamkeit, profitieren können. Beide Interventionen unterstützen das Gehirn eine Art Entspannung zu erlernen. In der Erprobung werden die elektrischen Hirnaktivitäten mittels Elektroenzephalografie gemessen und die Wirksamkeit beider Therapieformen verglichen.

Hilfe bei krebsspezifischen Begleitsymptomen
Die Studienleiterin sucht Menschen, die an Krebs erkrankt sind oder sich bereits in der Nachsorge befinden. Die Art der Krebserkrankung spielt keine Rolle, ebenso in welchem Krankheits- und Therapiestadium sich die Teilnehmenden befinden. Die Patient*innen sollten zwischen 18 und 70 Jahre alt und bereit sein, zweimal die Woche für fünf Wochen am Stück an der Therapiestudie teilzunehmen. Mit der Teilnahme kann jederzeit individuell begonnen werden, so können z.B. Urlaubszeiten berücksichtigt werden. Die Teilnahme ist kostenlos, Teilnehmende erhalten eine der beiden neuartigen Therapieformen. „Neben den persönlichen Vorteilen - wie der Linderung typischer krebsspezifischer Begleitsymptome wie Depressionen, Ängste, Schlafstörungen oder Schmerzen-, können die Patient*innen dazu beitragen, dass innovative und bessere Therapiemöglichkeiten für Menschen mit Krebs entwickelt werden“, so die Forscherin Hetkamp.

Wenn Patient*innen an der Teilnahme des Forschungsprojekts interessiert sind, können Sie sich gerne per E-Mail an Madeleine Hetkamp Madeleine.Hetkamp@lvr.de oder telefonisch montags bis freitags von 12:30 bis 16:30 Uhr unter 0201-7227-208 für einen Termin zu einem persönlichen Vorgespräch melden. Die Studienplätze sind auf 55 Teilnehmende begrenzt.

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15. Update Suchtmedizin: Sucht bei Musiker*innen, Vergleich der Risiken Psychotroper Substanzen, Chem-Sex und ist Adipositas eine Sucht?

Essen. Am 11. September 2019 von 15:00 bis 18:00 Uhr findet das mittlerweile 15. Update Suchtmedizin im LVR-Klinikum Essen statt.
Der Ärztliche Direktor des LVR-Klinikum Essen und Chefarzt der Kliniken für Psychiatrie und Psychotherapie sowie für Abhängiges Verhalten und Suchtmedizin, Prof. Dr. med. Norbert Scherbaum, lädt alle Interessierten zu der jährlichen Veranstaltung ein.

Prof. Scherbaum stellt zunächst die aus seiner Sicht wichtigsten wissenschaftlichen Publikationen der Suchtmedizin der vergangenen zwölf Monate vor, bevor er das Wort an die Referentin Dr. Henrike Schecke, Psychologin am LVR-Klinikum Essen und die Referenten Prof. Dr. med. Udo Bonnet, Chefarzt der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik im Evangelischen Krankenhaus Castrop-Rauxel, Jens Gebhardt, Oberarzt der suchtmedizinischen Institutsambulanz der Psychosomatischen Klinik Bergisch Gladbach und Prof. Dr. med. Johannes Hebebrand, Direktor der hiesigen Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters, übergibt.

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Neue Oberärztin im LVR-Klinikum Essen bietet ambulante Behandlungsmöglichkeiten für Erwachsene mit Autismus an

Essen. Die neue Oberärztin in der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des LVR-Klinikum Essen und Professorin für Psychopathologische Forschung an der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen (UDE), Prof. Dr. med. Katja Kölkebeck, bietet ab März 2020 im Rahmen ihrer Forschungsarbeit Behandlungen für Erwachsene mit Autismus an.

Betroffene im Alter von 18 bis 65 Jahre, die eine bereits diagnostizierte ‚Autismusspektrumstörung (ASS)‘ haben, können sich für die ab März 2020 beginnende Therapie bei Prof. Dr. Katja Kölkebeck melden. 40 Patient*innen haben die Möglichkeit, an der viermonatigen Therapie plus vier Monate Nachbeobachtung teilzunehmen. Die Warteliste ist ab jetzt geöffnet. Die Therapie umfasst eine ambulante Gruppenpsychotherapie sowie ein computergestütztes Training zur Verbesserung zwischenmenschlicher Fertigkeiten.

Seit Juni ist Prof. Dr. med. Katja Kölkebeck als Oberärztin der Station P5 der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des LVR-Klinikum Essen tätig. Die Station behandelt vor allem Menschen mit Depressionen, Angsterkrankungen und Persönlichkeitsstörungen. Die klinischen Schwerpunkte der 42-jährigen Ärztin liegen neben der Diagnostik von Menschen mit ASS in der Behandlung von Depressionen, Angsterkrankungen und Schizophrenie. Zum Thema Schizophrenie hat Prof. Dr. Katja Kölkebeck 2014 an der Universität Münster habilitiert.

Eines ihrer weiteren Vorhaben ist die Etablierung einer Spezialambulanz für die Diagnostik von ASS.

Interessierte Menschen mit einer gesicherten ASS-Diagnose können sich ab sofort unter autismus.essen@lvr.de melden.

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Pflegeexpertin des LVR-Klinikum Essen gewinnt den 1. Pflegepreis des BFLK-NRW

Die Pflegeexpertin des LVR-Klinikum Essen, Johanna Blöcker, hat den ersten Platz beim Pflegepreis der BLFK-NRW (Bundesfachvereinigung Leitender Krankenpflegepersonen der Psychiatrie e.V.) gewonnen.

Mit ihrem Projekt ‚Konflikte, Aggressionen und Gewalt in der Behandlung von substanzabhängigen Menschen‘ hat Johanna Blöcker den ersten Preis gewonnen. Ziel des Projekts ist es mit pflegerisch-therapeutischen Interventionen eben jene Konflikte, Aggressionen und Gewalt zu vermeiden. Das Projekt ist aus ihrer Bachelor-Arbeit hervorgegangen. Die Pflegeexpertin hat zunächst quantitativ die Gewalt ausgehend von Patient*innen an Pflegepersonen und aggressives sowie selbstgefährdendes Verhalten unter den Patient*innen ausgewertet. Mit ihrer Bachelor-Arbeit, wie auch dem preisgekrönten Projekt, hat Johanna Blöcker dann die Station unterstützt, die zehn Interventionen nach dem Safewards-Modell (zu Deutsch ‚sichere Station‘) einzuführen, die aggressives und gewalttätiges Verhalten in der psychiatrischen Behandlung vermeiden können.

„Bei dem Projekt geht es auch darum, wie wissenschaftliche Erkenntnisse in die Praxis überführt werden können", erklärt Blöcker. In erster Linie soll ihre Arbeit aber Verbesserungen in der Patientenversorgung bringen. Und das ist mit den Interventionen nach dem Safewards-Modell möglich. „Das Safewards-Modell, das wir gerade nach und nach auf den Stationen im LVR-Klinikum Essen einführen, hilft dabei Konflikte auf psychiatrischen Stationen zu vermeiden", so Blöcker.

Einen Teil des Preisgeldes hat Johanna Blöcker an die Station S2 der Klinik für Abhängiges Verhalten und Suchtmedizin des LVR-Klinikum Essen gespendet. Dort hat sie auch die quantitative Erhebung für ihre Bachelor-Arbeit durchgeführt. „Das Geld sollen die Kolleginnen und Kollegen für die Gestaltung der letzten beiden Safewards-Interventionen nutzen", erklärt Blöcker. „Die Mitarbeitenden auf den Stationen setzen schließlich um, was wir Pflegeexpertinnen entwickeln." Die Pflegexpertinnen des LVR-Klinikum Essen unterstützen die Pflegefachkräfte bei der Umsetzung und Einführung neuer Behandlungsformen.

Im kommenden Jahr nehmen alle Erstplatzierten der BFLK-Landesverbände am Bundespreis der Vereinigung teil.

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14. Update Suchtmedizin gibt Überblick über aktuelle Themen aus Praxis und Forschung

Traditionell eröffnet auch dieses Jahr Prof. Dr. med. Norbert Scherbaum, Ärztlicher Direktor des LVR-Klinikum Essen, das 14. Update Suchtmedizin mit einer Übersicht über die aus seiner Sicht zehn wichtigsten Publikationen im Feld der Suchtmedizin des vergangenen Jahres. Das unter seiner Leitung jährlich stattfindende Symposium beleuchtet verschiedene Facetten des komplexen Phänomens der substanzbedingten Störungen durch namhafte Rednerinnen und Redner verschiedener Kliniken.

Aktuelle Themen aus Foschung und Praxis
Die Vorträge beziehen sich auf aktuelle Themen aus der Forschung und Praxis im Bereich der Suchtmedizin. Dazu gehört beispielsweise die Entwicklung einer kurativen Behandlung der Hepatitis C oder die neuen Regularien zur Substitutionsbehandlung Opioidabhängiger.

Cannabis als Medikament
Ein weiteres aktuelles Thema ist die Zulassung cannabishaltiger Medikamente 2016 in Deutschland. Diskutiert wird die Anwendung von cannabishaltigen Medikamenten bei zahlreichen Erkrankungen, etwa im Bereich der Schmerz- und Palliativbehandlung.

Vermehrter Konsum von Narkotika
Ein Vortrag behandelt den Konsum psychotroper Substanzen, die vermehrt eingenommen werden. In der Forschung und Praxis hat das Suchtpotenzial von Narkotika wie Ketamin oder Propofol verstärkt Beachtung gefunden.

Die Veranstaltung richtet sich an die in Suchthilfe und Suchtmedizin tätigen Berufsgruppen (v. a. Ärzte und Ärztinnen, Psycholog*innen, Sozialarbeiter*innen, Sozialpädagog*innen) und steht auch interessierten Bürgerinnen und Bürgern offen. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung ist erwünscht. Informationen zur Organisation und Anmeldung erhalten Sie bei Petra Hermanns unter 0201/7227-205.

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Direktor der LVR-Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie ist neuer Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Essstörungen

Die DGESS hat vergangene Woche einen neuen Vorstand gewählt. Prof. Martin Teufel, Experte auf dem Gebiet der Ess- und Gewichtsstörungen wurde zum ersten Mal in das Präsidium gewählt.

Neben ihm gehören Prof. Silja Vocks, Osnabrück, Prof. Jennifer Svaldi, Tübingen, Prof. Hans-Christoph Friederich, Düsseldorf, sowie Prof. Stefan Ehrlich, Leipzig dem neuen Vorstand an.

Ziel der Deutschen Gesellschaft für Essstörungen (DGESS) als interdisziplinärer Fachgesellschaft ist es, einerseits durch die kontinuierliche Zusammenarbeit von Expert*innen aus verschiedenen medizinischen und psychologischen Disziplinen Forschung hinsichtlich der Entstehung und Aufrechterhaltung von Essstörungen sowie deren Behandlung zu fördern. Andererseits will die DGESS der Versorgungslandschaft auf der Basis der Forschungsbefunde evidenzbasierte Empfehlungen zur Behandlung von Essstörungen vermitteln. So ist die DGESS die federführende Fachgesellschaft bei der Erstellung der S3-Leitlinie zur Diagnostik und Therapie der Essstörungen. Durch Aktivitäten sollen Prävention, Früherkennung, Diagnostik und Therapie von Essstörungen optimiert werden, wobei die Interessen der Betroffenen und der Angehörigen in Deutschland bestmöglich vertreten werden.

Essstörungen sind mit gravierenden körperlichen und psychosozialen Folgeerscheinungen verbunden und nehmen unbehandelt zumeist einen chronischen Verlauf. Zu den bekanntesten Formen zählen die Anorexia nervosa (auch Magersucht genannt), die u. a. durch ein extrem niedriges Gewicht gekennzeichnet ist und die höchste Sterberate unter den psychischen Erkrankungen hat. Kernsymptom der Bulimia nervosa sind wiederkehrende Essanfälle, gefolgt von kompensatorischem Verhalten wie Erbrechen oder der Einnahme von Abführmitteln. Zur Binge Eating-Störung gehören Essanfälle mit Kontrollverlust, meist mit der Folge von teils schwerer Adipositas.

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Focus-Ärzteliste: Vier Mediziner des LVR-Klinikum Essen sind erneut unter den Top-Medizinern Deutschlands

Das Magazin Focus hat vier national und international renommierte Spezialisten des LVR-Klinikums Essen in die Focus-Liste der Spitzenmediziner Deutschlands aufgenommen. Damit gehören der Suchtmediziner Prof. Dr. Norbert Scherbaum, der Chefarzt der Klinik Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters, Prof. Dr. Johannes Hebebrand, Prof. Dr. Martin Teufel, Direktor der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie sowie PD Dr. Sefik Tagay seit mehreren Jahren zum Kreis der von dem Magazin ausgezeichneten Top-Mediziner.

Essen. Die vier Mediziner wurden von der Redaktion des Focus mittels einer unabhängigen Datenerhebung durch Umfragen medizinischer Fachgesellschaften und Empfehlungen von Patientenverbänden, Selbsthilfegruppen, Klinikleitungen, Chefärzt*innen und niedergelassenen Mediziner*innen sowie einer Erhebung wissenschaftlicher Publikationen in die renommierte Ärzteliste des Focus aufgenommen.

Der Ärztliche Direktor des LVR-Klinikums Essen sowie Chefarzt der Kliniken für Abhängiges Verhalten und Suchtmedizin sowie der Psychiatrie und Psychotherapie, Prof. Dr. Norbert Scherbaum, erhielt die Auszeichnung wiederholt als Spezialist für Suchterkrankungen.
Prof. Dr. Johannes Hebebrand gilt als einer der besten Experten von Kindern- und Jugendlichen mit Essstörungen.
Prof. Dr. Martin Teufel und sein Kollege, PD Dr. Sefik Tagay, sind als Spezialisten für die Behandlung von Menschen mit Essstörungen und Adipositas im Erwachsenenalter ausgezeichnet worden.

Freude über Anerkennung ihrer Arbeit
Die vier „Top-Ärzte“ freuen sich über die Anerkennung ihrer Arbeit. Auch die Kaufmännische Direktorin und Vorstandsvorsitzende des LVR-Klinikums Essen, Jane E. Splett, freut sich über die wiederholte Auszeichnung. „Eine solche Auszeichnung hilft den Patient*innen, sich bei der Suche nach einem Spezialisten zu orientieren. Zudem bekommen nicht nur unsere Mediziner die Beachtung, die sie für Ihre wichtige Arbeit verdienen. Vielmehr hilft uns diese Auszeichnung bei unserem Ziel, Vorurteile gegenüber psychischen Erkrankungen und den Menschen, die darunter leiden, abzubauen“, sagt Klinikdirektorin Jane E. Splett.
Die Forschung der vier Mediziner, von denen drei Lehrstuhlinhaber an der Universität Duisburg-Essen sind, wird von dem Universitätsklinikum Essen bzw. der Universität großzügig unterstützt.

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„Substitutionsbehandlung immer in Verbindung mit diagnostischer und therapeutischer Behandlung“

Zum Weltdrogen-Tag am 26. Juni unterstreicht der Chefarzt der Klinik für Abhängiges Verhalten und Suchtmedizin des LVR-Klinikum Essen, Prof. Dr. Norbert Scherbaum, die Bedeutung einer begleitenden Therapie bei der Substitutionsbehandlung Opiatabhängiger.

Essen. Seit fast 30 Jahren ist die Drogenabhängigkeit, besonders die Opiatabhängigkeit, ein Schwerpunkt der klinischen und wissenschaftlichen Arbeit in der Klinik für Abhängiges Verhalten und Suchtmedizin des LVR-Klinikum Essen. Das NRW-Erprobungsvorhaben zur Substitutionsbehandlung Opiatabhängiger, das von der Essener Arbeitsgruppe geleitet wurde, trug wesentlich dazu bei, die Substitutionsbehandlung als eine Regelleistung zu Lasten der gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland einzuführen.

Notwendige Anpassung der Richtlinien
Der Direktor der Klinik, Prof. Dr. Norbert Scherbaum, hat als Mitglied der Arbeitsgruppe Sucht und Drogen der Bundesärztekammer wesentlich an den im vergangenen Jahr erschienenen Richtlinien der Bundesärztekammer zur Substitutionsbehandlung mitgearbeitet. „Eine Überarbeitung der Richtlinien war besonders zur Anpassung der Richtlinien an den aktuellen Stand des Wissens notwendig geworden“, erklärt Scherbaum. Für den Psychiater Scherbaum ist insbesondere von Bedeutung, das Opiatabhängige in hohem Ausmaß auch von weiteren psychischen Erkrankungen, z.B. Depression, betroffen sind. „Eine Substitutionsbehandlung soll daher nicht nur in der Ausgabe des Substitutes und in einer psychosozialen Betreuung bestehen, sondern diagnostisch und therapeutisch die begleitenden psychischen Störungen berücksichtigen“, empfiehlt der renommierte Suchtmediziner.

Erschreckende Entwicklung in den USA
Am Weltdrogentag werden auch internationale Entwicklungen in den Blick genommen. Erschreckend ist hierbei die Entwicklung in den USA mit einem dramatischen Anstieg der Zahl der Opiatabhängigen und der Drogentoten mit mehreren 10.000 Toten im Jahr. Diese „Heroin-Epidemie“ hat sich im Gefolge einer allzu großzügigen Verschreibung von opiathaltigen Schmerzmitteln in den USA entwickelt. „Als dort die Vorschriften zur Verschreibung solcher Schmerzmittel verschärft wurden, stieg ein Teil der Betroffenen auf Heroin bzw. auf im Labor (synthetisch) hergestellte Opiate wie Fentanyl und Verwandte um“, erklärt Prof. Scherbaum die Ursachen der Entwicklung.

Fehlentwicklungen in Deutschland beachten und verhindern
Präsident Trump hat daher im Oktober 2017 in dieser Sache den nationalen Notstand ausgerufen. Eine Arbeitsgruppe, der auch Prof. Scherbaum angehörte, hat bei der Auswertung von Daten der gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland feststellen können, dass das Ausmaß der langfristigen und hochdosierten Verschreibung von opiathaltigen Schmerzmitteln hierzulande auf einem niedrigeren Niveau ist als in den USA. Nichts desto weniger gilt es, auch bei uns auf mögliche Fehlentwicklungen in diesem Bereich zu achten.

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Führungskräfte stärken beim Umgang mit Depressionen am Arbeitsplatz

Essen. Beim 4. Runden Tisch von und für zertifizierte Unternehmen des Essener Bündnis für Familie standen am Donnerstag Depression und Burn-out im Mittelpunkt der Veranstaltung im LVR-Klinikum Essen. Personalverantwortliche und Geschäftsführer der Bündnisunternehmen tauschten sich über Erfahrungen im Umgang mit psychischen Erkrankungen aus und informierten sich anhand aktueller Impulsvorträge über deren Entstehung und die Auswirkungen ebenso wie über die Anforderungen an eine Wiedereingliederung der Betroffenen und die mögliche Prävention.

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Zum Europäischen Adipositas-Tag: Übergewicht steht oft in Verbindung mit psychischen Erkrankungen

Zum Europäischen Adipositas-Tag am 19. Mai 2018 erklärt Prof. Dr. Martin Teufel, Direktor der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie des LVR-Klinikum Essen die Hintergründe der Erkrankung und die Behandlungsmöglichkeiten.Übergewichtige Menschen sind oft konfrontiert mit Vorurteilen wie Willensschwäche und Faulheit. Dass Essstörungen wie die Binge-Eating-Störung hinter der Adipositas stecken können, wird häufig übersehen.

Therapieansätze sind Ernährungs-, Bewegungs- und Verhaltenstherapie. Letztere ist besonders wichtig, da bis zu 50 Prozent der schwer adipösen Menschen auch an einer Depression leiden. Dies liegt nicht zuletzt an Einschränkungen im Alltag, sozialer Ausgrenzung, Stigmatisierung und Diskriminierung.

Für Menschen mit Adipositas und begleitenden psychischen Beschwerden (Essstörung, Depression, Angststörungen) bietet die Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie am LVR-Klinikum Essen spezifische Angebote. Bei schwerer Symptomatik erfolgt eine Behandlung tagesklinisch oder stationär.

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Das LVR-Klinikum Essen spendet 846 Euro an den Sozialpsychiatrischen Förderkreis e.V.

Der Vorstand des LVR-Klinikums Essen überreichte dem Sozialpsychiatrischen Förderkreis knapp 900 Euro. Für jeden abgegebenen Fragenbogen bei der diesjährigen Mitarbeitenden-Befragung spendet das Klinikum zwei Euro.

Essen. Von Februar bis März waren alle 19.000 Beschäftigten des Landschaftsverbands Rheinland (LVR) aufgerufen, sich an der Umfrage der Mitarbeitenden zu beteiligen. Von den 734 Mitarbeitenden des LVR-Klinikums Essen beteiligten sich 423 an der breit angelegten Umfrage zu den Arbeitsbedingungen und Verbesserungspotentialen im LVR. Die Spende von je zwei Euro an den Sozialpsychiatrischen Förderkreis pro Teilnahme gab einen zusätzlichen Anreiz zur Teilnahme an der Befragung. Die Aussicht auf eine hohe Spende an den Verein hat gewirkt: Die Beteiligung ist um 16 Prozent seit der Befragung des LVR 2013 gestiegen.

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