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Psychotraumatologische Sprechstunde

Zielgruppe

Die Zielgruppe der psychotraumatologischen Sprechstunde sind Patientinnen und Patienten, die an psychischen und sozialen Folgen nach traumatischen Ereignissen leiden.

Eine traumatische Erfahrung ist eine bedrohliche oder erschütternde (Gewalt-) Erfahrung, die für fast jeden Menschen stark belastend ist, wie etwa ein Überfall, eine Vergewaltigung, eine Entführung oder Geiselnahme, ein Terroranschlag, Flucht oder Kriegserfahrungen. Unfälle, Verlusterfahrungen wie zum Beispiel der Tod eines Angehörigen oder die Diagnose einer lebensbedrohlichen Erkrankung können ebenfalls traumatische Erfahrungen sein.

Ein psychisches Trauma ist die psychische Reaktion auf eine traumatische Erfahrung. Kommt es zu einem psychischen Trauma, dann bedarf eine solche seelische Verletzung, wie eine körperliche Verletzung auch, einer medizinischen Abklärung, Betreuung und gegebenenfalls Behandlung, um langfristigen gesundheitlichen und psychosozialen Beeinträchtigungen vorzubeugen.

Für Menschen, die Opfer oder Zeuge einer Straf- oder Gewalttat geworden sind, bieten wir gemäß dem Opferentschädigungsgesetz eine zeitnahe Beratung, Krisenintervention und gegeben falls eine Kurzzeittherapie an.

Unser Behandlungskonzept

Zunächst erfolgt so schnell wie möglich eine diagnostische Untersuchung und eingehende Beratung. Bei Bedarf leisten wir psychotherapeutische Krisenhilfe (Krisenintervention) in bis zu fünf therapeutischen Gesprächen.

Falls notwendig, unterstützen wir Sie bei der Weitervermittlung in eine ambulante Behandlung, wobei Sie die Ambulanz der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie bis zum Beginn der ambulanten Psychotherapie begleiten kann.

Darüber hinaus kann eine teilstationäre (selten stationäre) Behandlung nötig sein. Dann leiten wir Ihre Aufnahme in unsere Tagesklinik ein.

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Unser Behandlungsangebot

Unser ambulantes psychotraumatologisches Behandlungsangebot umfasst:

  • ausführliche Aufklärung und Beratung über Traumata und mögliche Traumafolgen,
  • Diagnostik, schwerpunktmäßig mit der Frage, ob bereits eine behandlungsbedürftige Erkrankung vorliegt oder eine solche droht,
  • Krisenintervention, gegebenenfalls medikamentöse Mitbehandlung,
  • psychotherapeutische und wenn erforderlich, psychiatrische Behandlung unter Berücksichtigung spezieller integrativer Trauma bearbeitender Verfahren,
  • soziale Beratung,
  • Zusammenarbeit und Vernetzung mit anderen Institutionen,
  • wenn nötig, Planung einer teilstationären Behandlung in unserer Klinik.

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Aufnahme

Sie können sich persönlich, über Ihren Hausarzt/Ihre Hausärztin oder über die Opferschutzbeauftragten der Polizei an uns wenden und erhalten umgehend einen ersten Termin.

Betroffene mit länger zurückliegenden Traumatisierungen erhalten zunächst einen regulären Termin in unserer Ambulanz. Dort wird in Absprache mit der behandelnden Therapeutin oder dem behandelnden Therapeuten das weitere Vorgehen geplant.

Sie können sich für einen Termin in der Ambulanz der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie melden.



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