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Stationäre Behandlung von Ess- und Gewichtsstörungen

Zielgruppe

Auf der Station PM2, diagnostizieren und behandeln wir stationär Patientinnen und Patienten mit Ess- und Gewichtsstörungen, wie:

Anorexia nervosa

Bulimia nervosa

Binge Eating Störung (Essanfallsstörung)

Adipositas mit psychischer Begleitsymptomatik

Im Rahmen der essstörungsspezifischen Behandlung werden begleitende Symptome, wie z. B. Depressivität, Angst, Zwangs- und Traumafolgestörungen sowie Persönlichkeitsstörungen mitbehandelt.

Unser Behandlungskonzept

Als überregionales Essstörungszentrum im LVR-Klinikverbund sowie als Teil der Kliniken und Institute der Universitätsklinik Duisburg-Essen haben wir uns zum Ziel gesetzt, neue Therapiekonzepte zu entwickeln und diese in unsere Behandlung zu integrieren. Unsere Patientinnen und Patienten profitieren daher von aktuellen nationalen und internationalen Forschungsprojekten zu Essstörungen. Regelmäßig fließen daher neue und evidenzbasierte Forschungsergebnisse in unsere therapeutische Praxis mit ein.

Hierbei orientieren wir uns jedoch auch immer an den aktuellen Behandlungsleitlinien für Essstörungen und Adipositas, an deren Erstellung unsere Klinik wesentlich beteiligt war. Wir berücksichtigen gleichzeitig die Wünsche, Bedürfnisse und persönliche Situation unserer jeweiligen Patientinnen und Patienten, denn der Mensch und seine individuelle Geschichte stehen im Mittelpunkt unserer Arbeit. Wir beziehen Sie in unsere therapeutischen Entscheidungen sowie in die Entwicklung eines individuellen Behandlungsplanes mit ein. Des Weiteren kooperieren wir mit zahlreichen Fachabteilungen des Universitätsklinikums Essen, was uns eine Behandlung aller Schweregrade von Essstörungen erlaubt. So können, wenn nötig, z.B. extrem untergewichtige Patientinnen und Patienten bei vitaler Gefährdung zunächst internistisch behandelt werden und nach körperlicher Stabilisierung wieder in unsere psychosomatische Abteilung rückübernommen werden.

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Unser Behandlungsangebot

Gemeinsam arbeiten wir mit Ihnen an individuell Zielen wie:

  • Normalisierung des Essverhaltens
  • Impulskontrolle
    Reduzierung der belastenden Essstörungssymptome
  • und an einer gesunden und zielführenden Gewichtszu- oder -abnahme

Wir unterstützen Sie dabei, die einer Essstörung zugrundeliegenden individuellen Themen zu erkennen und zu verstehen sowie Lösungswege zu finden und umzusetzen. Dabei lernen Sie zunehmend, mit äußeren und inneren Belastungen umzugehen.

Die (teil-) stationäre psychotherapeutische Behandlung in unserer Klinik erfolgt in einem intensiven, multimodalen essstörungsspezifischen Therapiesetting unter ständiger ärztlicher Leitung und Kontrolle. Dies beinhaltet ein strukturiertes und gestuftes Behandlungssetting inklusive eines Behandlungsvertrages sowie der Möglichkeit, einen Teil der Behandlung tagesklinisch absolvieren zu können. Das störungsspezifische Behandlungskonzept basiert auf der Grundlage der Vorgaben der Leitlinien der Fachgesellschaften zur Behandlung von Essstörungen und Adipositas verbindet verhaltenstherapeutische, tiefenpsychologische und systemische Ansätze. Im Rahmen des multimodalen Behandlungssettings werden folgende Therapiebausteine angewendet:

  • ärztlich-psychologisch geleitete Einzelpsychotherapie (3 x 25 Minuten pro Woche)
  • ärztlich-psychologisch geleitete Gruppenpsychotherapie (2 x 50 Minuten pro Woche)
  • Esstagebuchgruppe sowie essstörungsspezifische Psychoedukation
  • Ernährungsberatung
  • Essensbegleitung
  • Kunst- und Gestaltungstherapie
  • Bewegungstherapie
  • Sport- und Bewegungstherapie
  • eine medizinische stationsärztliche Versorgung und Visite
  • ständige ärztliche und pflegerische Präsenz
  • regelmäßigen ober- und chefärztliche Visiten
  • eine regelmäßige bedarfsorientierte sozialarbeiterische Beratung
  • pflegerische Gruppenangebote und regelmäßige Pflegegespräche
  • Einkaufs-und Kochgruppe
  • Entspannungsverfahren
  • Achtsamkeitsübungen
  • Imagination

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Besondere Angebote:

Tagesklinik:

Unser Zentrum für Essstörungen verfügt über stationäre und tagesklinische Behandlungsplätze. Essstörungen müssen nicht zwangsläufig stationär behandelt werden. Die Indikation zur stationären oder ambulanten Behandlung richtet sich nach dem Schweregrad der Erkrankung und nach dem Vorhandensein von Begleiterkrankungen. In der Regel erfolgt die Behandlung zunächst stationär. Es besteht die Möglichkeit, im Anschluss an die stationäre Behandlung die letzte Behandlungsphase im tagesklinischen Rahmen zu absolvieren („Step-down"). Dieser von uns begleitete Transfer Ihrer Therapieerfolge in die Alltagsumgebung hat sich sehr bewährt und erleichtert den Übergang von einer stationären Behandlung zurück in den Alltag.

Poststationäre Gruppe:

Für Patientinnen und Patienten, die nach einer abgeschlossenen Behandlung bei uns noch keinen ambulanten Therapieplatz gefunden haben, bieten wir eine überbrückende poststationäre Gruppe an.

Haben Sie Fragen zu unserem essstörungsspezifischen Behandlungsangebot?

Dann nehmen sie einfach Kontakt mit uns auf. Sie können die für das Zentrum für Essstörungen zuständige Oberärztin Corinna Pfeiffer gerne per E-Mail kontaktieren: corinna.pfeiffer@lvr.de

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